Überblick der gängigen Agenturarten (Lesedauer: 6 Minuten)

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Immer mehr Verlage beginnen ihr Portfolio mit klassischen Printmedien um digitale Angebote zu erweitern. Somit können die Verlage ihren Kunden einerseits ein breiteres Angebot bieten. Auf der anderen Seite wächst dadurch jedoch der Wettbewerb. Verlage konkurrieren zuweilen nicht mehr lediglich untereinander, sondern ebenfalls mit zahlreichen Agenturen, die in der digitalen Werbung Zuhause sind. Der Eintritt in die Welt der Digitalprodukte ist gleichzustellen mit einem breit gefächerten Wettbewerb. Darüber hinaus haben Verlage die Möglichkeit, mit bereits bestehenden Agenturen zu kooperieren, um dem Kunden den größten Mehrwert zu bieten. Damit du als Media Berater deinen Kunden optimal beraten kannst, erfährst du hier, welche Agenturarten auf dem Markt vertreten sind, welche Agenturstrukturen sinnvoll in den eigenen Verlag etabliert werden können und bei welchen Digitalthemen es ratsam ist, auf externe Experten zurückzugreifen. 

 

Welche Agenturen gibt es auf dem Markt? 

Betrachten wir den Markt im Bereich der Digitalprodukte,begegnen uns zahlreiche Agenturen. Hierbei den Überblick zu behalten, kann im ersten Moment unmöglich scheinen. Sehen wir uns die Agenturen jedoch einmal genauer an, kristallisieren sich diese vier Themengebiete besonders heraus: 

  1. Agenturen im Bereich Human Resources (HR) 
  2. Agenturen für Design 
  3. Agenturen für die benötigten Infrastrukturen von Mediakampagnen 
  4. Agenturen für Mediakampagnen 

Sobald diese vier Kategorien herausgefiltert wurden, fällt das Zurechtfinden auf dem Markt der Agenturen deutlich leichter. Viele Agenturen spezialisieren sich in den oben genannten Hauptkategorien auf konkrete Tätigkeitsfelder. Diese erläutern wir in Folgendem für dich. 

 

Welche Agenturspezialisierungen gibt es im Bereich Human Resources? 

  1. Employer-Branding-Agenturen: Diese Agentur beschäftigt sich mit dem Fundament des Personalmarketings. Sie ist im ersten Schritt dafür zuständig, die Werte und DNA eines Unternehmens zu ermitteln und festzuhalten. Anschließend wird vereinbart, wie diese Werte an die Kunden des Unternehmens vermittelt werden sollen, damit an jedem Kontaktpunkt mit dem Bewerbermarkt das identische Bild des Unternehmens weitergegeben wird. 
  2. Personalmarketing-Agenturen: Eine Personalmarketing-Agentur sucht strukturell nach Reichweite für Jobs. Dabei arbeiten diese Agenturen in der Regel programmatisch. Das bedeutet, sie organisieren automatisiert über verschiedene Reichweitenformate wie zum Beispiel Google Display oder Social Media Reichweite und kanalisieren diese auf die eigene Karriereseite ihres Kunden. 
  3. Recruiting-Agenturen: Diese Agentur bzw. ein Recruiter hat die Aufgabe, den richtigen Bewerber für eine spezifische Stellenausschreibung zu finden. Hierfür erstellen sie die passenden Stellenausschreibungen. Um für diese Ausschreibungen Reichweite zu generieren, wird häufig auf Multiposting-Tools zurückgegriffen. Ein Multiposter hat das Ziel eine Stellenanzeige auf vielen verschiedenen Plattformen zu veröffentlichen. 
  4. Personalberater/Headhunter: Ein Personalberater bzw. Headhunter verfügt über ein großes Netzwerk im hochqualifizierten Bereich (Fachkräfte und Führungskräfte). Innerhalb dieses Netzwerks vermittelt er Personen. Ebenfalls gerne genutzt wird die Methode des Active Sourcings. Active Sourcing beschreibt die zielgerichtete Suche, um potentielle Kandidaten zu identifizieren. Ein Headhunter such proaktiv Kandidaten in Karrierenetzwerken und Online-Plattformen, wie beispielsweise Xing oder LinkedIn. 

  

Welche Agenturspezialisierungen gibt es im Bereich Design?  

  1. Grafikdesign-Agenturen: Diese Agentur ist spezialisiert auf Logos, Corporate Design-Entwicklung, Geschäftsausstattung und andere grafische Elemente.  
  2. Agenturen im Bereich Corporate Publishing: Eine Agentur, die auf Corporate Publishing spezialisiert und für die grafische Aufbereitung verantwortlich ist. Das Texten sowie Layouten von Broschüren, Flyern, Magazinen und weitere Werbemittel, die einen hochwertigen Druck erfordern gehört zu ihren Hauptaufgaben. 

 

Welche Agenturspezialisierungen gibt es im Bereich Infrastruktur für Mediakampagnen? 

  1. Social-Media-Agenturen: Eine Social Media-Agentur fokussiert sich auf ein oder mehrere SocialMedia-Netzwerke. Je nach Größe und Fokus bietet sie redaktionelle Betreuung, Social Ads und/oder die Zusammenarbeit mit Influencern an.  
  2. Webdesign-Agenturen: Eine Webdesign-Agentur bietet insbesondere die Gestaltung und Umsetzung von Websites und Landing Pages an. 
  3. E-Commerce-Agenturen: Diese Agentur ist der Ansprechpartner für die Erstellung und Umsetzung von Webshops. 
  4. Content-Produktion-Agenturen: Bei einer Agentur, die für die Contentproduktion zuständig ist, dreht sich alles um das Texten. Sie verfassen Pressemitteilungen, Werbetexte und bauen Advertorials. 

 

Welche Agenturspezialisierungen gibt es im Bereich Mediakampagnen? 

  1. SEO-Agenturen: Eine SEO-Agentur verhilft Kunden zu einer höheren organischen Webseitenplatzierung in der Google Suche. Hierbei wird besonders mit Keywörtern gearbeitet. Ein weiteres Tätigkeitsfeld von SEO-Agenturen ist Local SEO. Als Local SEO werden Maßnahmen bezeichnet, die darauf abzielen, eine Webseite in den lokalen Suchergebnissen weit oben zu platzieren (Google my Business, Branchenbücher).  
  2. Performance-Agenturen: Eine Performance Marketing-Agentur fokussiert sich auf OnlineMarketing-Kampagnen, die meist das Ziel „Konvertierung“ verfolgen. Dabei liegt ein großer Fokus auf den Bereichen SEA und Social Ads. 
  3. Werbe-Agenturen: Eine Werbe-Agentur hat i.d.R. keine eigenen Medien, sondern nutzt Drittmedien (z.B. Google, NewsPortale, Google Displaynetzwerk), um jegliche Werbekampagnenformen für ihre Kunden zu planen, umzusetzen und zu evaluieren. 
  4. Social-Ads-Agenturen: Agenturen, die auf Social Ads spezialisiert sind, beschäftigen sich mit der Gestaltung, Ausspielung und dem Tracking von Kampagnen in sozialen Netzwerken, wie beispielsweise Facebook, Instagram oder Xing. 
  5. Influencer-Marketing-Agenturen: Eine Influencer-Agentur verfolgt das Ziel, Kunden bzw. Marken mit den passenden Influencern zu verbinden, um gemeinsame Kooperationen zu planen.

Eine Agentur, mehrere Spezialisierungen 

Auf dem Markt sind viele Agenturen vertreten, die eine Kombination aus den oben genannten Spezialisierungen anbieten. Kombinationen, die sich hier häufig finden lassen, sind folgende: 

  • Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting zusammengefasst als Agentur für Recruiting Solutions 
  • Performancemarketing, Social Ads, Webdesign und Social Media zusammengefasst als Agentur für Online-Marketing
  • Generalistische Agenturen, die sämtliche Themen aus Design, Infrastruktur und Mediakampagnen anbieten
  • Agenturen für Webdesign und SEO 
  • Agenturen für Search-Engine-Marketing (SEM), die SEA sowie SEO anbieten

Zudem gibt es Agenturen, die aufgrund ihrer Größe alle Bereiche abdecken können. Dies ist für kleine Agenturen nicht möglich. Statt sich daran zu versuchen, empfiehlt es sich, eine Spezialisierung vorzunehmen und für Sonderanfragen auf Kooperationspartner zurückzugreifen. 

 

Agenturstrukturen in Verlagen 

Wenn sich Verlage das Ziel setzen, Agenturstrukturen aufzubauen, fangen sie meistens sehr breit an und stoßen schnell an ihre Grenzen. Wir beobachten oft, dass Verlage mit Webdesign beginnen. Hiervon raten wir ab, da es bereits zahlreiche hochqualifizierte Designer im Markt gibt, die ihre Leistungen günstiger anbieten können als es für einen Verlag möglich wäre. Zudem zählt Webdesign nicht zu den Ursprungsthemen eines Verlags, sodass diese Kompetenz erst erlernt werden muss. Auch die einzelnen Bereiche zum Thema Infrastruktur für Mediakampagnen sollte zumindest zu Beginn von Partnern übernommen werden. 

 

Da Verlage in ihrem Urgeschäft mit der Produktion von Content vertraut sind, empfiehlt es sich, an dieser Stelle zu beginnen. Außerdem eignen sich Verlage aufgrund ihrer Vertrautheit mit Reichweitenmedien für Bereiche wie Social Ads und Performance Marketing. Grundsätzlich empfiehlt es sich, eine generalistische Agentur innerhalb des Verlags zu gründen, die sich hauptsächlich mit der Contentproduktion, dem Performance Marketing und Social Ads befasst. Darüber hinaus kann der Verlag zwei untergeordnete Bereiche zu den Themen Corporate Publishing und Human Resources schaffen. Mit einer solchen Inhouse-Agenturstruktur ist ein Verlag gut aufgestellt und fokussiert sich im ersten Schritt auf die Themen, die ihm von Grund auf vertraut sind.  

 

Nutze du als Media Berater dieses Wissen nun, um deinen Kunden bestmöglich zu beraten. Schaue dir genau an, welche Agenturlösungen ihn in seiner aktuellen Herausforderung unterstützen können. Wenn du magst, kannst du auf die Auflistung der einzelnen Agenturarten als eine Art Checkliste zurückgreifen, sodass du genau ermittelst, welche Maßnahmen deinem Kunden helfen können und an wen du dich wenden kannst, um ihm diese Lösung bieten zu können. 

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Sebastian ist der Geschäftsführer der Sales Academy und beschäftigt sich seit zwei Jahren mit dem Thema "Beratender Verkauf" in der Medienbranche. Hierzu hat die Sales Academy einige Forschungsprojekte durchgeführt, um herauszufinden, wie Verlage die Transformation vom "kampagnenorientierten Verkaufen" in den "Beratenden Verkauf" moderieren.

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